Achtsamkeit – was ist das?!

Das Thema „Achtsamkeit“ wird von zu vielen Menschen immer noch in eine vorurteilsbehaftete Schublade gesteckt. Ich werde nicht müde zu betonen, dass Achtsamkeit nichts mit Esoterik zu tun hat und auch nicht religionsgebunden ist. Selbst Spiritualität spielt keine maßgebliche Rolle. Es ist möglich, dass sich durch die Praxis der Achtsamkeit, die Tür zur eigenen Spiritualität öffnet. Aber das muss nicht zwingend der Fall sein.

Wozu Achtsamkeit?

Achtsamkeitsübungen können bewirken:

  1. Entspannung und Ruhe im Sinne von „Geistesruhe“, ein veränderter Blick auf Situationen wird dadurch möglich
  2. Erkennen eigener Automatismen (Denk- und Verhaltensmuster)
  3. erhöhte Zentrierung und Konzentrationsfähigkeit
  4. Stressabbau

Achtsamkeit ist die beabsichtigte Lenkung der Aufmerksamkeit auf den aktuellen Moment, auf die gegenwärtige Erfahrung. Es geht permanent um das bewusste Wahrnehmen, wobei die Beobachtung aus einer bestimmten Haltung heraus erfolgt. Diese ist wohlwollend, akzeptierend, nicht urteilend, nicht wertend. Mir persönlich gefällt der Begriff der „Unvoreingenommenheit“ hier sehr gut.

Alltagstauglichkeit!

Das Tolle an den Achtsamkeitsübungen ist, dass sehr viele alltagstauglich sind und man nicht zwingend einen Rückzugsort dafür benötigt. Und diese Übungen sind in der Regel nicht kompliziert oder schwierig zu verstehen. Eher sind die Übungen sehr simpel. Man muss sie halt „nur“ machen. Denn das ist das Entscheidende. Raus aus dem Verkopften – hin zum Ausprobieren und Machen!

In meinen Vorträgen und Workshops wird die Praxis einerseits und der Austausch in der Gruppe andererseits groß geschrieben, denn nur durch das eigene Erfahren erlangen wir Erkenntnisse. Die Übungen sind unglaublich vielfältig und sprechen Körper, Geist und/oder Seele an: Yoga, Tai Chi, Qi Gong, Zen, Konzentrationsübungen, Bodyscan nach Jon Karat-Zinn, Atemübungen etc. sind ganz typische Achtsamkeitsübungen.

Die einfachste Übung

Die allvereinfachte Übung lautet übrigens: Setz dich zwei Minuten auf einen Stuhl – und sei einfach nur ganz da. Mach nichts außer präsent im Augenblick zu sein.